Ein Lied über einen freiwilligen Machtverzicht, der hoffentlich der Mitmenschlichkeit förderlich ist.


Der Graue Wolf

 Der graue Wolf will nicht mehr beißen,

Er gibt sie auf, die Hierarchie.

Er lebt vegan - und mit 'ner Taube!

Schimpf und Schande über ihn.

Er hat es satt, will nicht mehr kämpfen,

Der Narben Schmerz verlässt ihn nie.

Er hat gelernt, Blutlust zu dämpfen 

Und wählt ein Leben in Harmonie.

 

Refrain:

Zwar hat das Rudel ihn verstoßen, doch dafür bellt ihn keiner an.

Er denkt nicht mehr im Ganzen, Großen, sondern nimmt sich dem kleinen an.

 

Er stellt sich auf die Hinterbeine

Und wächst so über sich hinaus.

Er lächelt oft, liebt seine Feinde 

Und er spielt Schach mit einer Maus.

Er hat die Krallen sich geschnitten 

Und seine Pfoten werden sanft.

Er hat sich lang nicht mehr gestritten,

Wirkt ausgeglichen und unverkrampft.

 

Überleitung:

Er liebt den Wald, die bunten Wiesen

Doch Winterszeit kommt ihn hart an.

Er baut ein Haus gegen die Kälte

Und lässt die Freunde teilhaben d'ran.

 

Er heult nicht mehr, sondern lernt singen,

Stellt Intellekt über Instinkt.

Er will die Rute nicht mehr schwingen

Sondern er lauscht wie Frieden klingt.

Er übt jetzt lesen und will verstehen,

Wie man das Leben verbessern kann.

Er hat den Horizont gesehen,

Er wird zum Mensch, er wird zum Mann.

 

Refrain:

Zwar hat das Rudel ihn verstoßen, doch dafür bellt ihn keiner an.

Er hat den Horizont gesehen, er wird zum Mensch, er wird zum Mann. 

 

Text (c) 10.07.2017 von Bob Schulz

Musik (c) 22.05. 2018 von Bob Schulz